»Ein Hort für die Leugner des Völkermords«
Es waren deutsche Christen, die den Völkermord an den Herero und Nama zweifellos mitzuverantworten haben. Mit den Nachfahren der Opfer bin ich solidarisch. Deshalb kann ich mich den Worten von Herero-Chef Vekuii Rukoro nur anschließen, die während der Übergabe-Zeremonie in der Französischen Friedrichstadtkirche für einen Eklat sorgten. Rukoro war nicht Teil der namibischen Regierungsdelegation und kam auf eigene Kosten und mit solidarischer Hilfe aus Deutschland. Seine Rede bei der Rückgabezeremonie war erst nicht vorgesehen, konnte dann aber doch stattfinden. Darin kritisierte er auch, dass die Übergabe wieder nicht in den Gebäuden der Bundesregierung stattfinde, »sondern in dieser Kirche, mit der trickreichen Behauptung, dieser Ort sei größer und würdiger«. Er richtete harte Worte an die EKD, die in Namibia auch in der regierungsnahen Zeitung New Era abgedruckt wurden:
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Markus Braun, geboren 1932, war Pfarrer in Südafrika, ist Mitglied des Namibia-Bündnisses Berlin Postkolonial, der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Mainzer Arbeitskreises Südliches Afrika.
