Entwicklungsprojekt in Äthiopien gescheitert?
Eigentlich sollten die niedrigen Staumauern die jährlichen Wasserfluten aus dem äthiopischen Hochland bändigen. Und mit deutscher Entwicklungshilfe sollte in der Region Afar im Nordosten Äthiopiens fruchtbares Ackerland entstehen. Doch das Projekt ist gescheitert, die Entwicklungshelfer der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sind abgezogen, das Fünf-Jahres-Projekt beendet. Den Menschen in Chifra in der Region Afar (Foto) geht es nun nicht besser, sondern schlechter als zuvor. Das berichtete das ZDF kürzlich in seinem Magazin Frontal21. Statt das Wasser zu halten, hätten die Flusschwellen dazu geführt, dass die Erosion der Böden noch schlimmer geworden sei, erzählen Dorfbewohner in dem Filmbeitrag. Insgesamt 16 solcher Projekte betreibt die GIZ in der Region, eines davon in Kolina Gabla. Dort kämpfen die Bewohner seit Kurzem auch noch mit Moskitos, die sich im zurückgehaltenen Wasser vermehren. Und mit einer invasiven Pflanze, der Prosopia, die sich unkontrolliert ausbreite. Wolfgang Pittroff, Agrarwissenschaftler der Universität Missouri, USA, hält das Projekt für gescheitert. Statt den Einheimischen zu nutzen, schade es. »Es führt kein Weg daran vorbei, die Flussschwellen wieder rauszureißen«, sagt Pittroff.
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