Von widerständig bis hoffnungsvoll
Ausstellung. Dreißig Jahre nach »1989« zeigt eine Ausstellung in Leipzig die Perspektive der bildenden Künste auf die Friedliche Revolution in der DDR sowie den gesellschaftlichen Umbruch in Ostdeutschland. »Point of No Return« zeigt mehr als 300 Werke aller Gattungen von 106 Künstlerinnen und Künstlern: Arbeiten von »Hiergebliebenen«, »Rebellen und Reformern« sowie Werke von »Dissidenten«, die die DDR zum Mauerfall bereits hinter sich gelassen hatten. Die Arbeiten erzählen von »innerer und äußerer Emigration«, von »kritischer Loyalität« und der sozialistischen Hoffnung auf Reformen. Außerdem werden Arbeiten von Künstlerinnen gezeigt, die zwar noch in der DDR geboren wurden, aber nicht mehr die unmittelbare Erfahrung eines Lebens im Staatssozialismus teilen. Interessant ist, dass sich viele der Jungen heute bewusst in einen Kontext ostdeutscher Kunstproduktion stellen. Die ausgestellten Werke reichen von Porträt bis Landschaftsmalerei, figurativer bis abstrakter Kunst, Fotografie, Installation und Skulptur. Ob ein Künstler vom Regime geschätzt oder unterdrückt wurde, sieht man seinem Werk nicht in jedem Fall an. Politisch und kritisch war Kunst in der DDR aber fast immer, wenn sich der Widerstand auch häufig symbolisch ausdrückte, wie in den neoexpressiven Gemälden der Dresdnerin Angela Hampel mit ihren mythischen Figuren.
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