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Fluchthelfer für Missbrauchstäter

vom 24.09.2021
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Bischof Emil Stehle (Foto: KNA)
Bischof Emil Stehle (Foto: KNA)

Der ehemalige Adveniat-Geschäftsführer Emil Stehle (1926-2017) habe sich der Vereitelung der Strafverfolgung strafbar gemacht, erklärte das Lateinamerika-Hilfswerk. Eine Studie über sexualisierte Gewalt im Bistum Hildesheim in den Jahren 1957 bis 1982 hat ans Licht gebracht, dass des Missbrauchs beschuldigte Priester von Kirchenoberen in andere Gemeinden oder Bistümer oder ins Ausland geschickt worden seien, um sie zu schützen. Ein Priester B. war vor der deutschen Polizei nach Paraguay geflohen. Der Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen hat Stehle, der damals eine Koordinierungsstelle für deutsche Priester in Lateinamerika leitete, aufgefordert, dessen Namen aus den Listen deutscher Geistlicher »absolut verschwinden zu lassen«. Dieser Aufforderung sei Stehle nachgekommen und habe dafür gesorgt, dass B. eine Zuwendung der Deutschen Bischofskonferenz von 200 Mark monatlich über das Konto eines Strohmannes bekommen habe, erklärte Adveniat. Stehle war von 1987 bis 2002 Bischof der Diözese Santa Domingo de los Colorados in Ecuador.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 18/2021 vom 24.09.2021, Seite 42
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