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Geistlicher Missbrauch
Der Meister weiß, was für dich gut ist

Geistlicher und sexueller Missbrauch in buddhistischen Gemeinschaften: Die Scham, darüber zu reden ist groß und klare Regeln gibt es noch nicht.
von Mechthild Klein vom 17.10.2022
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Meister oder Missbrauchstäter? Sogyal Rinpoche im Jahr 2016 in Bad Saarow, Brandenburg (Foto: PA/DPA/Patrick Pleul)
Meister oder Missbrauchstäter? Sogyal Rinpoche im Jahr 2016 in Bad Saarow, Brandenburg (Foto: PA/DPA/Patrick Pleul)

Sexuellen Machtmissbrauch gibt es nicht nur im Christentum, sondern auch im Buddhismus. Dabei sind jedoch eher Erwachsene betroffen, meist Frauen. Die wenigsten trauen sich, sexuelle Übergriffe öffentlich zu machen. Aus Angst, angegriffen zu werden. Aus Scham. Doch immer wieder ploppen die Geschichten auf über Lamas in Europa und den USA, die mit ihren erwachsenen Schülerinnen heimlich Sex hatten. Das ist deshalb problematisch, weil es zwischen buddhistischen Lehrenden, den Lamas oder Zen-Meistern, und ihren Schülern und Schülerinnen ein totales Machtgefälle gibt. Die Lehrer gelten als Vertreter des Buddha, als Erleuchtete. Und von den Schülerinnen wird völliges Vertrauen und Hingabe verlangt, nicht nur im tibetischen, auch im Zen-Buddhimus.

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