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Jesiden – gerettet oder doch nicht?
Sie wollen keine Opfer mehr sein

Sie sind ein kleines Splittervolk im großen Nahen Osten. Ihre Geschichte ist eine des Leids. 74 Mal, erzählen die Jesiden, hätten andere Völker versucht, sie auszulöschen; der jüngste Genozid liegt gerade mal elf Jahre zurück. Über eine Gemeinschaft, die sich gerade neu erfindet – und gleichzeitig in Gefahr schwebt, auszusterben.
von Paul Kreiner vom 21.10.2025
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Zwischen den Welten: Jesidische Frauen in traditioneller Tracht in Frankfurt am Main. (Foto: PA / epd-bild / Tim Wegner)
Zwischen den Welten: Jesidische Frauen in traditioneller Tracht in Frankfurt am Main. (Foto: PA / epd-bild / Tim Wegner)

Der Phoenix – das ist der mythische Vogel der Antike, der sich verbrennt, um aus der Asche neugeboren emporzusteigen. Dass auch die Jesiden einen Vogel als Sinnbild ihres höchsten Engels verehren – Tausî Melek, den Pfau –, mag Zufall sein. Die Parallele jedenfalls ist nicht zu übersehen. Dem Phönix gleich mussten die Jesiden als kurdisch-ethnoreligiöse Gemeinschaft immer wieder nach systematischer Verfolgung neu auferstehen.

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