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Sozialprotokoll
»Freiheit für Belarus!«

Andrus Krecka kämpft in Weißrussland für die Menschenrechte – der 31-Jährige riskiert dabei viel
von Anke Lübbert vom 26.10.2018
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Vor drei Monaten saß ich mal wieder in einer belarussischen Polizeistation. In Belarus, wie ich Weißrussland bewusst nenne, kommt es ständig zu Menschenrechtsverletzungen: Es gibt keine Meinungs- und Pressefreiheit, gefälschte Wahlen, keine unabhängige Justiz. Dazu einen starken russischen Einfluss auf die Regierung. Menschen, die ihre Meinung äußern, werden festgenommen und eingesperrt. Deshalb bin ich Menschenrechtsaktivist. Als im März Tausende Menschen in Minsk an den Tag erinnerten, an dem Belarus 1918 seine Unabhängigkeit erklärt hat, war ich einer von sechs Beobachtern für die Menschenrechtsorganisation Viasna. Trotz unseres Beobachterausweises wurden wir sofort festgenommen. Ich wurde acht Stunden festgehalten.

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