Personen und Konflikte
Florentina Holzinger, Choreografin und Produzentin der Opern-Performance »Sancta«, beklagt Drohungen und Hass gegen sie und ihr Team. Sie werde als Teufel und Satanistin bezeichnet von Menschen, die keine Ahnung von der Show hätten, sagte die österreichische Choreografin dem Kunstmagazin »Monopol«. Dabei behandle ihre Adaption von Paul Hindemiths »Sancta Susanna« zentrale Themen wie Freiheit, Liebe und Gemeinschaft. Die Performance, die die Befreiungsgeschichte einer Nonne zeigt, ist für Personen ab 18 freigegeben. Sie zeigt explizite sexuelle Handlungen und sexuelle Gewalt, zu sehen sind Blut und Kunstblut, Piercingvorgänge und eine Verwundung. Während zweier Vorstellungen in Stuttgart musste sich der Besucherservice um insgesamt 18 Menschen kümmern, von denen einige über Übelkeit klagten. Der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück kritisierte die Aufführung: Erstaunlich sei weniger die erwartbare Skandalisierung des Themas Kirche und Sexualität, sondern die sich darin zeigende »auftrumpfende Einfallslosigkeit«, schrieb Tück auf »communio.de«. »Das, was anderen heilig ist, zu persiflieren, war schon immer eine allzu durchsichtige Strategie der Aufmerksamkeitssteigerung – aber nicht unbedingt ein Gütesiegel von Kunst.«
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