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»Wir sind nur Bittsteller«

Der Protest gegen das Arbeitsrecht und die fehlende Mitsprache in der Diakonie wächst. Nun soll die EKD-Synode entscheiden
von Bettina Röder vom 04.05.2012
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Da kommst du dir ganz schön ohnmächtig vor«, sagt Manfred Quentel. Der 52-Jährige im roten T-Shirt hat sich dennoch kampfeslustig nach vorn gebeugt. Seit zehn Jahren hat der Thüringer in einer von insgesamt bundesweit 31 Arbeitsrechtlichen Kommissionen gesessen, die statt der Gewerkschaften die Interessen zwischen Diakoniemitarbeitern und ihren Arbeitgebern aushandeln sollen. »Ich hatte das Vergnügen, meinem Geschäftsführer gegenüberzusitzen«, sagt der Heilerziehungspfleger, der in der Behindertenhilfe im Diako Diakonie-Verbund Eisenach arbeitet und zu einem Treffen der Diakoniemitarbeiter nach Leipzig gefahren ist. Rund 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tauschten sich dort jüngst über ihre Arbeitsbedingungen und über ihre Rechte aus. »Wir sind da lediglich Bittsteller«, ruft Quentel ihnen zu. Das kommt an, im Saal brodelt es. Der Wunsch nach Veränderung liegt in der Luft.

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