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»Vorbereitet sein«

Woran erkennt man, dass ein Mensch stirbt? Und wie kann man einen Sterbenden begleiten? Das lernt man im Kurs »Letzte Hilfe«
von Barbara Tambour vom 10.11.2017
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Im Erste-Hilfe-Kurs übt man die Herz-Lungen-Wiederbelebung und die stabile Seitenlage. Fast jeder hat schon mal einen absolviert. Ganz anders der Kurs in »Letzter Hilfe«, ein neues Angebot in Deutschland. Nicht um »Leben retten« geht es darin, sondern darum, schwer erkrankte und sterbende Menschen am Lebensende zu umsorgen. Etwa einmal im Monat bietet das Würdezentrum, das im Umfeld des Palliativteams Frankfurt entstanden ist, diesen Kurs an. An einem sonnigen Samstag im Herbst nehmen 13 Frauen und ein Mann an dem vierstündigen Kurs teil. Sie sitzen auf maigrünen Polsterstühlen im Halbkreis. Schon in der Vorstellungsrunde wird deutlich: Alle bringen persönliche Erfahrungen mit. Eine 49-Jährige hadert damit, dass in ihrer Familie die schwere Krebserkrankung ihrer Tante »totgeschwiegen« werde. Zwei Damen in den Siebzigern – die weißen Haare am Hinterkopf hochgesteckt – haben vor Kurzem erlebt, wie eine Freundin ihre letzten Lebenstage im Hospiz verbrachte und dort starb. »Wir sind die Jüngsten in unserem Freundeskreis«, sagt Ilse Bühler, eine der beiden. »Wir wollen vorbereitet sein.« Genau das möchten die Kursleiterinnen – eine Krankenschwester und eine Ärztin – erreichen: Basiswissen, Orientierungen und einfache Handgriffe vermitteln rund um die Begleitung Sterbender auf der Grundlage des Hospizgedankens.

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