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Wenn die Falschen bestraft werden

Wirtschaftssanktionen sollen autoritäre Regime in die Enge treiben. Doch oft wirken sie ganz anders
von Wolfgang Kessler vom 10.11.2017
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Wenn Nordkoreas Kim Yong Un eine Rakete zündet, Wladimir Putin in der Ukraine eingreift oder ein anderes autoritäres Regime seine Bürger unterdrückt oder die Welt bedroht, dann folgt schnell der Ruf nach wirtschaftlichen Sanktionen. In der Hoffnung, dass der Boykott dem Regime schadet – und es dann einknickt. Ohne Zweifel sind die Motive für Sanktionen oft verständlich – und ein Handelskrieg ist allemal besser als ein Krieg mit Waffen. Allerdings fällt die Bilanz von Sanktionen in den vergangenen Jahrzehnten eher ernüchternd aus. Sie treffen oft die Falschen und stärken jene, die sie schwächen sollen.

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