Personen und Konflikte
Karin Kneffel, Malerin und Grafikerin, hat den »Kunst- und Kulturpreis der deutschen Katholiken« im Bereich Bildende Kunst erhalten – als erste Frau. Zuletzt, im Jahr 2004, wurde Gerhard Richter mit dieser Auszeichnung geehrt. Bei ihm hat Kneffel als Meisterschülerin studiert. Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken verleihen den mit 25 000 Euro dotierten Preis alle zwei bis vier Jahre gemeinsam. Die Jury lobte die »höchste Vollkommenheit« von Kneffels Maltechnik sowie die »auf äußerst subtile Weise gebrochenen Betrachterperspektiven« ihrer monumentalen, nur scheinbar fotorealistischen Gemälde – von denen pralle Obst-Stillleben die bekanntesten sind. In diesen Werken, so die Jury, träfen Symbolismus und Realismus, Ikonografie und Oberfläche, Kunst und Leben überraschend und reizvoll aufeinander. ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp sagte, die »tiefe Schönheit« von Kneffels Kunst könne »bei uns Betrachtenden das Bedürfnis wecken, das eigene Leben, unseren Glauben und unsere Beziehungen neu zu sehen und trotz mancher Zerrissenheit gut und heil werden zu lassen«.
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