24 Türchen – und dann?
Etwas schief hängen drei Adventskalender an der Wand in der Küche. Einer mit Schokolade, einer mit Tee und einer mit Bildern. In unserer WG wohnen ein Muslim, zwei Atheisten und eine Christin (ich). Wie es diese drei Kalender dorthin geschafft haben, wissen wir nicht mehr so genau. Trotzdem gibt es zwischen Prüfungsstress, Hausarbeiten für die Uni und Vokabellernen diese Adventskalender im Herzen unserer WG. Damit bei drei Adventskalendern für vier Personen niemand zu kurz kommt, haben wir akribisch einen Plan erstellt. (Einen vierten Kalender zu organisieren hätte ja Arbeit und womöglich noch Geld bedeutet, das wollten wir als Studis naturgemäß lieber vermeiden.) So öffnen wir jetzt also jeden Abend der Reihe nach unsere plangemäß zugewiesenen Türchen und erkundigen uns bei den anderen: »Was gab es denn heute bei dir im Kalender?«
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