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Ausstellung
Discokugel und Holocaust

Im skandalumwitterten Humboldt Forum will wenigstens die Ausstellung »Berlin global« alles richtig machen – und schießt dabei etwas über das Ziel hinaus. Ein Zwischenruf.
von Ulrike Scheffer vom 25.11.2021
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Berlin am Limit: Rassismus und Diskriminierung sind ein wichtiges Thema in der Ausstellung »Berlin global«. (Foto: © Alexander Schippel)
Berlin am Limit: Rassismus und Diskriminierung sind ein wichtiges Thema in der Ausstellung »Berlin global«. (Foto: © Alexander Schippel)

Ein Kondomautomat? Im Ernst? Über das wiederaufgebaute Berliner Schloss ist viel gesagt und geschrieben worden. Vor allem Kritisches. Vielen erscheint schon der Bau eine Hommage an das imperiale Kaiserreich – und erst recht die wenig selbstkritische Kolonialschau im Humboldt Forum, das im Schloss angesiedelt wurde. Doch Achtung: Die Ausstellung Berlin global, die »Verbindungen zwischen Berlin und der Welt« aufzeigt, macht alles wieder gut, was an anderer Stelle im Haus versäumt wurde. Jedenfalls versucht sie das. Alexander von Humboldt? Wird gleich mal vom Sockel gestürzt. Eingebettet in ein Wandpanorama der Urban-Art-Künstler How & Nos, das imperiale Interventionen mit Ausgangspunkt Berlin im Stil einer Graphic Novel visualisiert, wird der Naturforscher zum »Profiteur von Kolonialmächten«, wie es im Begleittext heißt.

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