Missbrauch vertuscht
Oberhaupt der Anglikaner tritt zurück
Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, hat sexuellen Missbrauch in seiner Kirche vertuscht und tritt deshalb zurück. Welby, der seit 2013 Oberhaupt der anglikanischen Kirche ist, soll seit mehr als zehn Jahren über einen schweren Fall von Missbrauch informiert gewesen sein und nichts für dessen Aufklärung getan haben. Das belegt ein Untersuchungsbericht. Es geht um die Taten von John Smyth, einem Juristen, der mehr als 40 Jahre lang mindestens 100 Kinder und junge Männer misshandelte. Als Helfer in kirchlichen Jugendcamps näherte er sich seinen Opfern an und lud sie zu sich ein, wo er ihnen sexuelle, physische und psychische Gewalt antat. »Kirchenverantwortliche wussten von dem Missbrauch und haben es nicht geschafft, weitere Taten zu verhindern«, heißt es im Bericht. In den 1980er-Jahren zog Smyth nach Simbabwe, wo er weitere Taten beging. Keine davon wurde juristisch aufgearbeitet. Im Jahr 2018 starb Smyth.
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