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Kindersoldaten schützen

vom 06.12.2019
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Seit 2002 verbieten die Vereinten Nationen den Einsatz von unter 18-Jährigen in bewaffneten Konflikten. Dennoch sind eine Viertelmillion Mädchen und Jungen weltweit als Kindersoldaten im Einsatz, vor allem im Südsudan, im Kongo, in Somalia, in Kolumbien und in Myanmar. Dies geht aus dem Schattenbericht Kindersoldaten 2019 hervor. Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten kritisierte bei der Vorstellung des Berichts, dass auch die USA, Großbritannien und Deutschland unter 18-Jährige rekrutieren. Laut terre des hommes haben diese drei Industrieländer eine schlechte Vorbildwirkung. Bewaffnete Gruppen und Armeen in Konfliktländern rechtfertigten die Rekrutierung von Minderjährigen mit Verweis auf minderjährige Soldaten in diesen westlichen Ländern. 2018 waren zehn Prozent der neu eingestellten Rekruten in der Bundeswehr minderjährig. Seit Ende der Wehrpflicht 2011 seien die Zahlen angestiegen. 2018 seien in der Bundesrepublik 1679 Minderjährige eingezogen worden. 2017 hatte es mit 2128 einen Höchststand gegeben. Die Kindernothilfe kritisierte, dass Deutschland auch durch Waffenexporte eine unverantwortliche Politik betreibe. »Kinder müssen in vielen Ländern mit deutschen Waffen kämpfen oder fallen diesen zum Opfer.« Defizite gebe es auch beim Schutz geflüchteter Kindersoldaten aus Ländern wie Afghanistan oder Somalia. So habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ehemaligen Kindersoldaten aus Somalia die Anerkennung als Flüchtling verweigert, weil in Somalia jedes Kind von Rekrutierung bedroht sei, es handele sich nicht um individuelle Verfolgung. »Ein unzulässiges Argument, denn damit wird die besonders hohe Bedrohungslage den Kindern zum Nachteil ausgelegt«, hieß es.

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