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Die Himmelsleitern von Kleinmachnow

Wo Kleider vom Leben erzählen: Die Textilkünstlerin Anke Mühlig hat aus Stoffspenden Kirchenschmuck gefertigt
von Anett Kirchner vom 21.12.2018
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Kleinmachnow, DDR, 1976. Der kleine Ort grenzt an Westberlin, getrennt durch eine Mauer: Barbara Neidel, 26 Jahre alt, näht für sich ein Kleid anlässlich der Taufe ihres Sohnes Felix. Aus Leinenstoff, türkis, knitterfrei. Eine Rarität in der DDR. »Der wunderschöne Stoff war natürlich aus einem Westpaket. Wie glücklich waren wir beim Auspacken, und wie oft scherzten wir in unserer Freude: Besser als zehn Ostverwandte ist im Westen eine Tante.« Dies sind sehr persönliche Worte, aufgeschrieben von Barbara Neidel zu einem Kleid, von dem sie sich nie ganz trennen konnte. Diese Geschichte ist nun, 42 Jahre später, ebenso wie der Stoff Teil eines Projektes der Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow.

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