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Der Spinner am Bach
Entfremdete Zauberlehrlinge

40 Jahre seines Lebens hatte André Holzinger »mit den Beinen in Gewässern gestanden« und immer wieder hatte er gejammert: »Warum tut hier keiner was?« Dann hatte er die Nase voll.
von Annette Lübbers vom 23.01.2026
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Sechs Jahre ist es nun schon her, dass André Holzinger im bayerischen Nördlingen den fünf Kilometer langen Retzenbach pachten wollte, um seiner großen Leidenschaft nachzugehen: Fische fangen. Angepriesen wurde ihm das Gewässer als »Forellenbach«. Außer ihm hatte niemand Interesse, auch deshalb, weil die Kommune eine recht ordentliche Pachtsumme verlangte. Eigentlich konnte sich der Naturbursche die Pacht gar nicht leisten, aber trotzdem sah er sich den Bach seines Verlangens an – und konnte darin keinen einzigen Fisch entdecken. »Eigentlich war der Retzenbach nicht mehr als ein ungepflegter Straßenbegleitgraben ohne jedes Leben.« Aber André Holzinger wollte es genau wissen und sprach einen Fachmann und guten Freund an, bei dem er seinen Fischereischein gemacht hatte. Eine Bestandsaufnahme und eine rückwirkende Analyse ergaben: In diesem Bach gab und gibt es kaum nennenswertes Leben.

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