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Frei und ungebunden
Ein treuer Streuner

Morgens wurde ich schon mal mit Schlägen geweckt. Mit 16 Jahren zog es mich auf die Straße. Ich wurde ein obdachloser Punk – und Rosco, mein Schäferhund, war mein und Beschützer.
von Annette Lübbers vom 17.03.2026
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(Foto: www.lexphoto.de)
(Foto: www.lexphoto.de)

Seit ich denken kann, liebe ich Hunde. In diesen Wesen sehe ich viele Parallelen zum Menschen. Etwa in der Art, wie sie Emotionen lesen können. Ein Hund ist mir aber aus einem anderen Grund im Gedächtnis geblieben. Eigentlich mochte er mich nicht und immer wenn er mich sah, bellte und knurrte er. Und dann, von einem Tag auf den anderen, kam er plötzlich schwanzwedelnd auf mich zu. Am Tag zuvor war ich umgekehrt zu Gott und er schenkte mir in dieser Stunde, davon bin ich überzeugt, eine besondere Gabe: Hunde zu verstehen. Einige Zeit vor meiner Bekehrung hatte mir jemand ein kleines, goldenes Büchlein mit der Aufschrift »Goldene Worte der Bibel« in die Hand gedrückt. An diesem besonderen Tag hatte ich darin gelesen. Irgendwann ließ ich das Büchlein sinken und betete: »Wenn es dich wirklich gibt, komm in mein Leben und in mein Herz. Ich bitte um Vergebung für alles, was ich Schlechtes getan habe.« In diesem Augenblick flammte Liebe in mir auf – und überwältigte mich. Ein unbeschreibliches Gefühl. In diesem Moment wusste ich und weiß es bis heute: Ich bin ein Kind Gottes und ich bin gerettet. Am nächsten Tag begegnete ich dem Hund – und zum ersten Mal reagierte er freudig.

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Schlagwörter: Familie Glaube Obdachlosigkeit
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