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Brieffreundschaften
So ruhig wie eine Tasse Tee

Das ist wie eine leise Musik im Hintergrund, das Gefühl, dass da ein Mensch ist, der immer wieder an mich denkt und mir antworten wird, einer, der mich kennt und sich erinnert.
von Doris Weber vom 22.04.2026
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(Illustration: Publik-Forum/mit KI generiert)
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Schreib mal Tante Gertrud, dass du ihr schöne Ostern wünschst, mahnt die Mutter. »Und vergiss auch Onkel Harald nicht, der Ärmste ist immer so allein ...«, »... hier, schreib auch mal ein paar Zeilen unter die Karte für Fräulein Kumpe, deine Klavierlehrererin.« Oh Mann, ist das ätzend. Briefeschreiben ist das Letzte ... habe ich früher gedacht. Erstens: Was soll man schon auf so einem kleinen Stück Papier von sich geben? Zweitens: In der Schule muss ich doch genug schreiben über alles, was unserem Lehrkörper so durch den Kopf geht. Briefeschreiben, das war für mich eine lästige Pflicht. Briefverkehr, nennt man das, und der Briefverkehr hat seine Verkehrsregeln: Immer schön »Bitte« und »Danke« sagen, brav antworten, und nicht zu lange damit warten. Wie geht´s euch? Wie ist das Wetter bei euch. Hat Tante Annegret wieder Heuschnupfen? Ansonsten seid ihr hoffentlich alle gesund? Und wenn dann einer mal nicht antwortet, ist die Erleichterung groß. Diese lästige Pflicht ist man endlich los, denn: Wenn die oder der nicht schreibt, dann brauche ich ja auch nicht mehr … Und überhaupt: Wozu Briefeschreiben, es gibt doch E-Mails, Handys, Whatsapp, Signal und so weiter …?

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Schlagwort: Kommunikation
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