Angst in Amerika
Donald Trump ist wieder im Amt. Doch nichts ist so, wie es beim ersten Mal war. Sah es 2016 noch so aus, als ob seine Partei ihn kontrollieren könnte, hat Trump spätestens seit dem Sommer 2021 die Republikaner zur Trump-Partei gemacht. Sein unsäglicher Abgang nach dem Sturm auf das Kapitol führte nicht zu einem Ende seiner Macht, ganz im Gegenteil, die einstige Grand Old Party wurde auf Linie gebracht. Loyalität zum Präsidenten steht über allem. Tagtäglich gibt es neue präsidiale Anordnungen, Vorschläge, weitreichende Maßnahmen, egal, ob diese rechtlich überhaupt zulässig, mit der Verfassung in Einklang zu bringen sind. Dazu noch jede Menge neuer Direktiven aus den Ministerien, die alles über den Haufen werfen, was vorher gegolten hatte. Über Folgen, Auswirkungen und Reaktionen macht sich im Trump-Lager niemand Gedanken. Der Staatsapparat wird im Galoppschritt auf Trump-Kurs gebracht. Ein geordneter Plan ist dabei nicht in Sicht. Vielmehr ein Chaos sondergleichen, das ein Kommentator mal so beschrieb: »Trump schmeißt eine Handvoll Kuhdung gegen die Wand, irgendwas wird schon hängen bleiben.«.
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