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Anselm Grün
Der Menschenfreund

Rauschebart, Kutte, Lebenshilfe: Der Benediktinermönch Anselm Grün ist zu einer eigenen Marke geworden. Auch, weil er dabei glaubwürdig geblieben ist – und eigene Wege zu den Menschen findet.
von Irene Dänzer-Vanotti vom 03.08.2025
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Die hohe Kunst des Älterwerdens: »Ich hab’ gut gelebt, ich bin dankbar dafür – ich bin bereit zu gehen«, sagt Anselm Grün. (Foto: PA/DPA/Daniel Karmann)
Die hohe Kunst des Älterwerdens: »Ich hab’ gut gelebt, ich bin dankbar dafür – ich bin bereit zu gehen«, sagt Anselm Grün. (Foto: PA/DPA/Daniel Karmann)

Fünf vor fünf Uhr morgens, in den Bänken der Kathedrale des Klosters Münsterschwarzach verlieren sich wenige Menschen in dem weiten, von Bögen akzentuierten Raum. Angestrahlt sind zwei Altäre und eine Marienstatue. Es ist dunkel, kalt und still. Im Chorgestühl verteilen sich einige Mönche. Weiße Haare, weißer Bart, schwarze Kutte: Anselm Grün betritt die Kirche, hält inne vor der Maria mit dem Jesuskind, senkt den Kopf und geht weiter in den Chor. Gleich beginnt die Laudes, das Morgengebet. »Sicher, früh um halb fünf aufstehen ist nicht immer ein Vergnügen, aber es tut mir trotzdem gut, einen klaren Rhythmus zu haben«, bekennt er einige Stunden später.

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