Bruce Springsteen
Born to believe
Diese Musik trifft in mein Herz – seit meiner Jugend schon. »The River« – wenige Töne, Gitarre, Mundharmonika. Und dann beginnt Bruce Springsteen – nein, nicht zu singen. Er erzählt. Jedes Wort kann ich mitsprechen: »Als ich aufwuchs, da hatten mein Vater und ich uns ständig in den Haaren – über so ziemlich alles. Ich hatte damals wirklich lange Haare, die gingen mir bis über die Schultern. Ich war 17 oder 18. Oh Mann, wie sehr er das gehasst hat.« Die Gefühle, die Bruce Springsteen da beschreibt, kenne ich. Das Aufbegehren gegen den Vater. Das Nicht-verstanden-Werden. Das Naserümpfen über die langen Haare. Die Kämpfe mit sich selbst, mit den Gefühlen, die in Jugendjahren aufbranden. Seit ich den Song zum ersten Mal hörte, ist Bruce Springsteen mir zum großen, fernen Bruder geworden. Der kennt mich, dachte ich. Und er versucht, die Themen zusammenzubringen, von denen auch ich meine, dass sie zusammengehören: Liebe zu sich selbst und zu anderen. Schuld. Vergebung. Das Aushalten der manchmal eher tristen Wirklichkeit – ohne dabei die eigenen Träume aus dem Blick zu verlieren.
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