Venezuela
Trump im Hinterhof der USA
Am 9. November 2025 fand im kolumbianischen Santa Marta das vierte Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten statt. Bei dem Treffen ging es darum, gemeinsame Antworten auf globale Herausforderungen wie den Klimawandel, Menschenrechte und sozialen Zusammenhalt zu finden. Laut einer Pressemitteilung des Rats der Europäischen Union vom 9. November 2025 betonten die Führungsspitzen auf dem EU-Lateinamerikagipfel die Rolle der Vereinten Nationen für das multilaterale System und sprachen sich gegen die Androhung oder Anwendung von Gewalt sowie jeglicher Handlung aus, die nicht im Einklang mit dem Völkerrecht stünden. Das ist von Bedeutung, denn in den vergangenen Monaten haben die USA ein massives Militärkontingent in die Karibikregion entsandt, inklusive des größten und modernsten Flugzeugträgers der Welt,
U. S. S. Gerald R. Ford. Bereits am 10 September 2025 sprach tagesschau.de von einer Offensive der USA gegen Venezuela. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sei laut den USA ein Akteur im Drogenhandel und als Kopf des Cartel de los Soles sogar verantwortlich dafür, tödliche Stoffe und Gewalt in Richtung Norden zu bringen. Um das zu verhindern, verschärften die USA seit Wochen den Druck auf Maduro. So hätten die USA 50 Millionen US-Dollar auf Maduro ausgesetzt, das höchste je von Washington versprochene Kopfgeld, schreibt tageschau.de. Des Weiteren begann Washington im September 2025 damit, als Teil einer Antidrogenkampagne Schiffe von vermeintlichen Drogenschmugglern in lateinamerikanischen Gewässern anzugreifen. Laut der
Washington Post vom 10. November 2025 seien bisher bei 19 solcher Angriffe, von denen sich mehrere vor der Küste Venezuelas ereignet hätten, 75 Menschen getötet worden. In den Medien werden diese Angriffe gemeldet, wobei der historische Zusammenhang und die politische Strategie der USA in Venezuela jedoch nur unzureichend beleuchtet wird.
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