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Buchtipp: Columbusstraße
Als die Scherben unter den Füßen knirschten

In der Graphic Novel »Columbusstraße« erzählt Tobi Dahmen die Geschichte seiner Familie in der Nazizeit.
von Barbara Tambour vom 15.01.2025
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 Alltag in der NS-Zeit: Gewalt gegen Juden, Bombenangriffe, der Sohn wird einberufen und nach Osten geschickt, die Tochter sucht die Eltern. (Illustration: © Tobi Dahmen, Carlsen)
Alltag in der NS-Zeit: Gewalt gegen Juden, Bombenangriffe, der Sohn wird einberufen und nach Osten geschickt, die Tochter sucht die Eltern. (Illustration: © Tobi Dahmen, Carlsen)

Graphic Novel. Ein Comic über die Nazizeit? Kann diese Form dem Thema gerecht werden? Tobi Dahmen beweist es mit seinem grafischen Roman »Columbusstraße«. Darin zeichnet er die Geschichte seiner Eltern und Großeltern zwischen 1935 und 1945 nach, teils kombiniert mit Originaldokumenten wie Briefen oder Einberufungsbescheiden. Das ermöglicht einen einzigartigen Blick aus dem Familienalltag in die Diktatur. Karl Dahmen, der Großvater des Autors, war Anwalt in Düsseldorf und gehörte der Zentrumspartei an. Die katholische Familie mit vier Kindern betet vor dem Mittagessen. Die neuen Machthaber gefallen Karl Dahmen nicht, als Anwalt verteidigt er Menschen, die mit dem Regime in Konflikt geraten. Doch ein Widerständler ist er auch nicht. Als ihm ein Berufsverbot droht, wird er Mitglied der NSDAP.

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