Documenta
Gut gemeint, unsensibel gemacht
Die Vorfreude auf das Kunstereignis des Sommers ist auf einem historischen Tiefpunkt. Am 18. Juni soll die »documenta fifteen« beginnen, eine zeitgenössische Kunstschau, die alle fünf Jahre in Kassel stattfindet. Ihre Geschichte seit 1955 wird als demokratische Erfolgsgeschichte erzählt: modern, aufklärerisch, Ort der Wiedergutmachung nach der Unterdrückung der Kunst in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Umstand allerdings, dass unter den ersten Machern der Documenta NSDAP-Parteimitglieder und Mitläufer waren, das Ausmaß aber erst in den vergangenen Jahren bekannt wurde, kratzte an diesem Image.
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