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Documenta
Gut gemeint, unsensibel gemacht

Die Kunstschau Documenta in Kassel hat noch nicht begonnen, aber alle haben sich bereits aufgeregt.Es geht um Künstler, die die Welt besser machen wollen, um Antisemitismus und um unterschiedliche Sensibilitäten.
von Anne Strotmann vom 03.06.2022
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Kann losgehen: Im Juni beginnt die »documenta fifteen« in Kassel. Kuratiert wird sie vom indonesischen Künstlerkollektiv Ruangrupa (Foto: ruangrupa/Gudskul/Jin Panji)
Kann losgehen: Im Juni beginnt die »documenta fifteen« in Kassel. Kuratiert wird sie vom indonesischen Künstlerkollektiv Ruangrupa (Foto: ruangrupa/Gudskul/Jin Panji)

Die Vorfreude auf das Kunstereignis des Sommers ist auf einem historischen Tiefpunkt. Am 18. Juni soll die »documenta fifteen« beginnen, eine zeitgenössische Kunstschau, die alle fünf Jahre in Kassel stattfindet. Ihre Geschichte seit 1955 wird als demokratische Erfolgsgeschichte erzählt: modern, aufklärerisch, Ort der Wiedergutmachung nach der Unterdrückung der Kunst in der Zeit des Nationalsozialismus. Der Umstand allerdings, dass unter den ersten Machern der Documenta NSDAP-Parteimitglieder und Mitläufer waren, das Ausmaß aber erst in den vergangenen Jahren bekannt wurde, kratzte an diesem Image.

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