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Publik-Forum EXTRA: Meditation

Meditative Momente kennt jeder. Am Ufer eines Sees, wenn der Wind ganz zart das Wasser kräuselt. Auf dem Gipfel eines Berges, wenn die Augen in die Ferne schweifen. Beim Blick in das Gesicht eines schlafenden Babys. Solche Momente sind kostbar. Das neue Publik-Forum EXTRA über ein stilles Glück
von Klaus Hofmeister vom 05.09.2015
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Abschalten, die Welt vergessen: Meditative Momente erleben Menschen oft gerade in der Natur. (Foto: pa/Breucker)
Abschalten, die Welt vergessen: Meditative Momente erleben Menschen oft gerade in der Natur. (Foto: pa/Breucker)

Schon der Atem, unser treuer Begleiter, eröffnet den Weg in die Ruhe, wenn wir bewusst auf ihn achten. Die Tür in die innere Welt steht jedem offen.

In diesem EXTRA kommen Menschen zu Wort, die eine gesündere Balance im Alltag suchen. Eine Frau findet sie beim Malen von Mandalas, archetypischen Bildern, die sie zu innerer Ordnung führen. Ein Mann berichtet, wie ihm das Laufen hilft, im Rhythmus der Schritte den Kopf klar und die Seele frei zu bekommen. Ein Musiker schildert, warum die »konzentrierte Gedankenlosigkeit«, die er auf dem Meditationshocker und beim Bogenschießen übt, auch der Schlüssel für seine musikalische Kunst ist. Mittlerweile gehören in manchen psychosomatischen Kliniken meditative Übungen der Achtsamkeit zum Heilungskonzept.

Wissenschaftler haben das Gehirn meditierender Mönche erforscht und fanden heraus: Wenn sie die »Mitgefühlsmeditation« üben, wird das Belohnungsnetzwerk im Gehirn aktiv, das mit Fürsorge, Wärme und Liebe verbunden ist und dem Wunsch, den Leidenden zu helfen. Legt das den Schluss nahe, dass durch Meditation die Welt solidarischer werden könnte? Als sich in den 1960er-Jahren spirituell Suchende aus dem Westen auf den Weg zu den Meistern nach Indien und Japan machten, wurden östliche Meditationstechniken populär. Auch Christen ließen sich auf dem Meditationshocker zum »Still-Sitzen« nieder, achteten auf ihren Atem und erlebten staunend, wie gut ihnen das tat.

Schon Kinder können meditieren: In der Schule erklingt der Ton einer Zimbel, und dreißig Fünftklässler schließen die Augen. Sie spüren ihren Atem. Wohltuende Stille breitet sich aus. Sie sind voller Achtsamkeit für sich und ihre Mitschüler. Ruhig werden und sich auf sich selbst konzentrieren, das klappt sogar mit einem Smartphone, indem ich sieben Minuten auf die Stimme aus einer App höre. Es ist paradox, meistens stresst das Smartphone, sorgt ständig für Unterbrechung. Und genau dieses lästige Ding kann dazu nützlich sein, um in die Stille zu kommen.

Nur wenige Menschen würden zum Meditieren in die Wüste gehen. Wer dieses Abenteuer dennoch wagt, begegnet sich (und seinen Dämonen) auf überraschend andere Weise. All diese Erfahrungen haben wir in diesem EXTRA gesammelt. Es führt in ein weites Land, das zu Entdeckungen einlädt.

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Schlagwörter: Achtsamkeit Meditation
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