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Kolonisation
Opferbelehrung in Kanada

Franziskus hat sich auf seiner »Bußreise« in Kanada deutlich von seinem Vorgänger im Amt abgesetzt. Doch die Arroganz der Wahrheitsbesitzer, die hat er nicht abgelegt. Ein Kommentar
von Christoph Fleischmann vom 01.08.2022
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Auf »Bußreise«: Papst Franziskus betet auf dem Friedhof der Ermineskin Cree Nation in Maskwacis(Foto: PA/ZUMPRESS/Nathan Denette)
Auf »Bußreise«: Papst Franziskus betet auf dem Friedhof der Ermineskin Cree Nation in Maskwacis(Foto: PA/ZUMPRESS/Nathan Denette)

Noch im Jahr 2007 erklärte Papst Benedikt XVI. auf lateinamerikanischem Boden: »Tatsächlich hat die Verkündigung Jesu und seines Evangeliums zu keiner Zeit eine Entfremdung der präkolumbischen Kulturen mit sich gebracht und war auch nicht die Auferlegung einer fremden Kultur.« Vielmehr hätten die indigenen Völker Lateinamerikas sich »im Stillen« nach Christus dem Erlöser »gesehnt«. Sein Nachfolger spricht nun in Kanada unumwunden von »kultureller Zerstörung« und »erzwungenen Assimilierung« der Indigenen. Auf dem Rückflug nimmt er sogar das Wort »Völkermord« für diese Verbrechen in den Mund. Ein großer Schritt nach vorn.

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