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Wertebasierte Außenpolitik
Warten auf Baerbock

Die deutsche Außenministerin will Werte in den Mittelpunkt ihrer Politik rücken. Wenn sie glaubwürdig bleiben will, sollte sie sich bald um Missstände in Europa und die Aufarbeitung der deutschen Kolonialzeit kümmern. Ein Kommentar.
von Ulrike Scheffer vom 08.06.2022
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(Zeichnung: Mester)
(Zeichnung: Mester)

Diese Erklärung des deutschen Außenministeriums hat es in sich: Menschenrechte seien keine interne Angelegenheit von Staaten. Das gelte auch für China, hieß es da Ende Mai nach dem Chinabesuch der UN-Menschenrechtskommissarin. Und weiter: Außenministerin Baerbock habe gegenüber dem chinesischen Außenminister Wang Yi die Aufklärung der gravierenden Vorwürfe über schwerste Menschenrechtsverletzungen in der Region Xinjiang gefordert. Konkret geht es um die rücksichtslose Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren. So klare Worte hat man aus Deutschland, aus Rücksicht auf die wirtschaftliche Abhängigkeit von China, selten gehört. Doch das soll sich ändern. Nicht nur im Verhältnis zu Peking.

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