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Das Wunschbild der Mönche

Das Treffen der Taizé-Bewegung in Berlin blieb politisch unverbindlich. Die Mönchsgemeinschaft selbst ist inzwischen sehr katholisch geworden
von Christian Modehn vom 04.05.2012
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Am Abend werden vier Ausstellungshallen am Berliner Funkturm zu spirituellen Orten. Das Flackern der Kerzen erhellt die Dunkelheit. Auf dem Boden sitzen viele Hundert Jugendliche eng beieinander. In der Mitte knien, in weißem Habit, Mönche aus dem ökumenischen Kloster Taizé. »Da pacem domine«, gib uns Frieden, Herr: In mehreren Sprachen gleichzeitig wird das Lied gesungen, eine angenehme europäische Vielstimmigkeit. Dann für einige Minuten tiefes Schweigen. »Hier kann ich für ein paar Monate auftanken«, flüstert mir Anja aus Potsdam zu. Pjotr aus Poznan sagt später: »Jetzt zählt nicht die jeweilige Konfession, sondern der gemeinsame Glaube, wunderbar.«

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