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Auf der Suche nach dem echten Vaterunser

Und führe uns nicht in Versuchung? Leserstimmen zu den Debatten-Beiträgen in Publik-Forum 22 bis 24/2017
vom 12.01.2018
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Dank an Peter Graf, Dank an die Schweizer Bischöfe, die endlich das Vaterunser geändert haben. Wann folgen die deutschen Bischöfe? Die bisherige Vaterunserbitte »Und führe uns nicht in Versuchung« ist kein Jesus-Gebet, sondern eine Gotteslästerung, die von vielen Christen gedankenlos nachgeplappert wurde und wird. Der Gott Jesu ist doch kein Zyniker. Aber auch Graf bleibt am griechischen Text des Neuen Testaments hängen und muss mit sprachlichen Klimmzügen arbeiten. Dabei geht es auch einfacher, wie der Theologe Günther Schwarz gezeigt hat, der alle Jesus-Worte in Jesu Muttersprache rückübersetzt hat. Demnach hat Jesus das Vaterunser so gebetet: »Abba! / Deine Gegenwart – lass geheiligt werden! / Deine Herrschaft – lass sich ausbreiten! / Dein Wille – lass geschehen! / Lass geben uns unsere Nahrung! / Lass vergeben uns unsere Sünden! / Lass retten uns aus unserer Versuchung. Amen!« – Wunderbare aramäische Poesie. Kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig. Jesuanisch eben. Franz Alt, Baden-Baden

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