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Mehr Hunger wegen Arbeitsverbots für Frauen

vom 13.01.2023
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(Foto: piicture alliance/AA/Bilal Guler)
(Foto: piicture alliance/AA/Bilal Guler)

Laut dem Hilfswerk Save the Children hat sich die Zahl der Menschen in Afghanistan, die unter extremem Hunger leiden, in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt – von 2,5 Millionen 2019 auf 6,6 Millionen im vergangenen Jahr. Das Verbot für Frauen, bei nichtstaatlichen Organisationen zu arbeiten, verschlimmere die Lage weiter, betonte eine Sprecherin des Hilfswerks. Immer mehr Kinder müssten arbeiten oder würden früh verheiratet, um das Überleben der Familie zu sichern. Ohne diese Frauen sei es unmöglich, auf die wachsende Not zu reagieren – vor allem, wenn es um Hilfe für Mädchen und Frauen gehe. Ende 2022 haben die radikalislamischen Taliban Frauen die Arbeit bei Hilfsorganisationen verboten. Das Wirtschaftsministerium in Kabul begründete seine Forderung damit, dass sich die Frauen angeblich nicht ordentlich verschleierten und damit gegen Vorschriften in dem islamischen Land verstießen. Der Schritt löste weltweit Sorge und Kritik aus. Die EU und zwölf weitere Länder haben in einer gemeinsamen Erklärung das Beschäftigungsverbot für Frauen in Hilfsorganisationen verurteilt. Sie forderten die Taliban auf, das Verbot aufzuheben – andernfalls seien Millionen Afghanen gefährdet. Man sei über »die rücksichtslose und gefährliche Anordnung« der militanten Islamisten »zutiefst besorgt«, hieß es in dem Schreiben. »Wir fordern die Taliban auf, diese Entscheidung dringend rückgängig zu machen.«

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 1/2023 vom 13.01.2023, Seite 28
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