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Homosexualität und Kirche
Liebesgrüße aus Rom

Der Papst erlaubt die Segnung homosexueller Paare, indem er den Sinn des Segens ad absurdum führt.
von Michael Schrom vom 09.01.2024
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(Zeichnung: PA / Die Kleinert / Paolo Calleri)
(Zeichnung: PA / Die Kleinert / Paolo Calleri)

Der Papst erlaubt die Segnung homosexueller Paare. So lautete die Kurzzusammenfassung des päpstlichen Schreibens »Fiducia supplicans«, welches kurz vor Weihnachten veröffentlicht wurde und weltweit für Aufsehen sorgte. Hatte nicht die römische Glaubensbehörde noch vor zwei Jahren festgestellt, dass die Kirche »keine Vollmacht habe«, homosexuellen Paaren den Segen zu erteilen, dass sie es also schlicht nicht könne, selbst wenn sie wolle, weil eine homosexuelle Partnerschaft angeblich Gottes Willen widerspreche? Und hatte nicht Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin noch im Oktober den deutschen Bischöfen ins Stammbuch geschrieben, dass alles zu unterlassen sei, was in irgendeiner Weise darauf hindeuten könnte, dass die katholische Kirche homosexuelle Beziehungen wertschätzt? Schließlich heißt es im Katechismus, Artikel 2357: »Gestützt auf die Heilige Schrift, die sie als schlimme Abirrung bezeichnet, hat die kirchliche Überlieferung stets erklärt, dass homosexuelle Handlungen in sich nicht in Ordnung sind. Sie verstoßen gegen das natürliche Gesetz, denn die Weitergabe des Lebens bleibt beim Geschlechtsakt ausgeschlossen. Sie entspringen nicht einer wahren affektiven und geschlechtlichen Ergänzungsbedürftigkeit. Sie sind in keinem Fall zu billigen.«

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