Fakten gegen den Hass
Wenn erst einmal Emotionen eine Diskussion bestimmen, haben sachliche Argumente kaum noch eine Chance. Dies erlebt derzeit Naika Foroutan, Politikwissenschaftlerin an der Berliner Humboldt-Universität. Sie hat zusammen mit einem Forscherteam viele Behauptungen in Thilo Sarrazins Buch »Deutschland schafft sich ab« entkräftet. Gleichzeitig legt ihre Untersuchung jedoch auch viele Probleme von Migranten in Deutschland offen. Nun könnte also endlich eine sachliche Debatte über das Zusammenleben verschiedener Kulturen beginnen. Doch stattdessen herrscht erst einmal betretenes Schweigen. Aber der Reihe nach: »Sarrazins Thesen auf dem Prüfstand« heißt die 70-Seiten-Studie von Naika Foroutan, die das Forschungsprojekt »Hybride europäisch-muslimische Identitätsmodelle« leitet. Die Stärke ihrer Untersuchung liegt darin, dass sie sich auch auf mehrere andere Studien und auf eine breite Datenbasis stützt. Die Zahlen stammen vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, vom Statistischen Bundesamt, aus Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach und von der Bertelsmann Stiftung. Diese widersprechen mehreren zentralen Thesen in Sarrazins Buch:
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