Landnutzung weltweit immer ungleicher
In den meisten Ländern der Welt nimmt die ungleiche Verteilung von Land zu. Dies geht aus einer aktuellen Studie der International Land Coalition (ILC) hervor. Wobei neue Analysemethoden zeigten, so die ILC, dass die Ungleichheit bei der Landnutzung deutlich höher ist als bisher bekannt. Laut Studie gibt es weltweit rund 608 Millionen landwirtschaftliche Betriebe, die meisten davon sind Familienbetriebe. Ein Prozent aller Betriebe bewirtschaftet jedoch mehr als siebzig Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Diese Betriebe seien in die globalen Produktionsketten von Lebensmitteln integriert. Davon ausgeschlossen hingegen seien in der Regel jene mehr als achtzig Prozent Kleinbetriebe mit weniger als zwei Hektar. In Nordamerika, Europa oder Asien habe dabei die Landkonzentration seit 1980 in allen Regionen deutlich zugenommen. In Afrika und Lateinamerika hingegen wurde ein rückläufiger Trend infolge der Dekolonialisierung mittlerweile umgekehrt.
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