Aktivist im Filmgeschäft
»Ich bin noch analog«, lacht Dieter Kosslick bei der Pressekonferenz zur Berlinale 2012, als er davon berichtet, wie er trotz aller Widerstände mit dem unter Hausarrest stehenden iranischen Regisseur Jafar Panahi telefoniert – per Skype. Und das beschreibt den Festival-Direktor gut: Er ist analog und engagiert. Seit seinem Amtsantritt vor über zehn Jahren gilt die Berlinale als Filmfestival, das ganz bewusst politische Schwerpunkte setzt. Kosslick kümmert sich qua Amt um Glamour, stellt aber klar: »Die Berlinale ist mehr als Stars und roter Teppich.« In diesem Jahr sind es etwa die Umbrüche in der arabischen Welt und die Katastrophen in Japan, die in den Berlinale-Filmen eine wichtige Rolle spielen.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden

