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Bio-Äpfel aus dem Kriegsgebiet

Georgische Bauern setzen auf Öko-Landbau. Ein Besuch im traditionsreichen Agrarland am Kaukasus
von Ulrike Gruska vom 04.05.2012
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Bio-Äpfel und Trockenpflaumen mit Öko-Zertifikat? Marika Kandorelashvili, könnte man meinen, hat dringendere Probleme. Die Felder der georgischen Kleinbäuerin liegen in Sichtweite von Süd-Ossetien, jener winzigen Provinz im Südkaukasus, um die Russland und Georgien im August 2008 mit schweren Waffen kämpften. Der Krieg vernichtete Marikas Ernte. In Satemo, ihrem Dorf, leben die Menschen von umgerechnet zehn Euro Sozialhilfe im Monat und von dem wenigen, was sich auf ein paar Hektar Land anbauen lässt. Dennoch zahlt die 43-Jährige weiter ihren Mitgliedsbeitrag im georgischen Bauernverband Elkana und wirbt bei den Nachbarn dafür, Geld für den Antrag auf ein Bio-Zertifikat zusammenzulegen.

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