Dr. Murkes Pausen in der Keksdose

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In der Satire »Doktor Murkes gesammeltes Schweigen« nimmt der Schriftsteller Heinrich Böll 1958 den geschäftigen und sich selbst überaus wichtig nehmenden Kulturbetrieb am Beispiel eines Rundfunksenders aufs Korn und entlarvt die Hohlheit mancher überschätzter Rede. Die Handlung spielt in einem Studio. Nach der Aufnahme eines Vortrags soll der Redakteur Dr. Murke im Auftrag des bedeutenden Autors das Wort »Gott« herausschneiden und durch die Formulierung »jenes höhere Wesen, das wir verehren« ersetzen.
Im Verlauf der Handlung entwickelt sich dann ein Dialog zwischen dem Redakteur Murke und seinem Chef Humkoke. Diesem fällt eine gelbe Keksdose im Regal neben Dr. Murkes Schreibtisch auf, und er fragt nach dem Inhalt. Errötend stottert Murke: »Schweigen. Ich sammle Schweigen.« Wenn er Sprechpausen
Professorin für Christliche Publizistik an der Universität
Erlangen-Nürnberg und Mitherausgeberin von Publik-Forum.
Aus:
Peter Bubmann/Bernhard Sill (Hg.), Christliche Lebenskunst. Verlag Friedrich Pustet.
388 Seiten. 24,95 €
