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Schaut auf diese Kirche!

Duisburg-Marxloh gilt als sozial abgestürzt: Armutseinwanderer, Roma aus Südosteuropa, Flüchtlinge und libanesische Clans. Doch rund um die Kirche St. Peter blühen eine außergewöhnliche Seelsorge und politische Sozialarbeit
von Thomas Seiterich vom 10.02.2017
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In Syrien ist Hassan al-Tinawi einer der besten Federgewichtler im Boxen, sagt er. Hier im katholischen Pfarrhaus im Petershof, einem sozialpastoralen Zentrum in Duisburg-Marxloh, leitet er ein Boxprojekt für Kinder und Jugendliche. Der drahtige, durchtrainierte 24-Jährige mit den großen Händen ist sichtlich stolz auf sein Projekt. »Beim Boxen lernst du Fairness, Regeln und Disziplin – und die Jungen brauchen genau das, Hilfe und Führung. Ich bin hier, weil ich helfen will«, sagt al-Tinawi. Dann knufft er scherzhaft Yussuf (Name geändert), einen schmächtigen Zwanzigjährigen mit blonder Lockenfrisur, der eben ins offen stehende Pfarrbüro hereinschaut. »Gib auf dich acht, Yussuf«, sagt Pater Oliver Potschien, ein rotbärtiger Hüne in Priesterkleidung. »Und vergiss nicht, egal was jetzt kommt: Du bist gut im Schreiben. Schreib alles auf, was du erleben wirst.« Yussuf, Mitglied eines libanesischen Clans und bevor er die Ausbildung abbrach einer der vier Bürolehrlinge bei Pater Potschien im Petershof, muss zum ersten Mal im Leben für zwei Nächte ins Gefängnis. »Dumm gelaufen«, sagt der Pater. »Bei den Verhältnissen hier läuft leider bei den Heranwachsenden vieles schief.« Dann wechselt der Priester das Thema und spricht über die mal leichte, mal schwierige Zusammenarbeit mit der nordrhein-westfälischen Polizei.

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