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Publik-Forum, Heft 3/2022
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Kino-Tipp
Auf der Flucht vor den Nazis durch die Pyrenäen

»Der Pfad« ist die Verfilmung eines Jugendromans von Rüdiger Bertram und macht Geschichte auf Augenhöhe der Kinder erfahrbar.
von Birgit Roschy vom 11.02.2022
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Rolf, sein Vater und Hund Adi werden vom Mädchen Núria geführt (Foto: 2021 Eyrie Entertainment GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH)
Rolf, sein Vater und Hund Adi werden vom Mädchen Núria geführt (Foto: 2021 Eyrie Entertainment GmbH / Warner Bros. Entertainment GmbH)

Kino. Der zwölfjährige Rolf ist seit drei Jahren auf der Flucht – mit seinem Vater, einem Journalisten, der auf der Todesliste der Nazis steht. Von Südfrankreich aus wollen die beiden mithilfe gefälschter Papiere die letzte Etappe vor der Überfahrt ins rettende New York meistern und den deutschen Besatzern über die Pyrenäen entkommen. Doch Rolfs geliebter Hund Adi verrät die Gruppe. Plötzlich steht Rolf mit dem Mädchen Núria, ihrer Führerin über das Gebirge, allein da.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 03/2022 vom 11.02.2022, Seite 54
Rassismus
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Warum er uns alle angeht

Diese Verfilmung eines Jugendromans von Rüdiger Bertram verweist auch auf die aktuelle Flüchtlingskrise. Inspiriert ist die Erzählung aber von den Erinnerungen der Exilantin und Fluchthelferin Lisa Fittko. Und sie gemahnt an das Schicksal des Schriftstellers Walter Benjamin, der wie viele Naziverfolgte auf Schmugglerpfaden in den Pyrenäen über die spanische Grenze zu gelangen versuchte.

In diesem Drama wird Zeitgeschichte konsequent auf Augenhöhe der Kinder erfahrbar gemacht, die – wie Núria, deren Eltern im spanischen Bürgerkrieg verschollen sind – Todesangst und existenziellen Verlust durchstehen müssen. Dennoch bleiben sie Kinder, die gemeinsam Spaß haben können. So entspinnt sich ein lebendiges und abenteuerliches Roadmovie, in dem das schroffe Mädchen und der quengelige Junge inmitten von Partisanen und Soldaten um ihr Überleben kämpfen und dabei lernen, dass Vertrauen die wichtigste Währung ist. Zuflucht findet der fantasiebegabte Rolf auch in seinem Lieblingsbuch, Erich Kästners Roman »Der 35. Mai«. So wird in einer Welt, in der die Erwachsenen verrückt spielen, ein Kinderroman über eine verrückte Welt, die unerwartete Auswege bietet, zum Hoffnungsanker.

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