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Ist die Kirche noch zu retten?

Immer mehr Druck von innen, immer mehr Machtdemonstration nach außen: Die römische »Superstruktur« steckt in einer tiefen Krise. Kann, was krank macht, gerade jetzt geändert werden?
von Franz-Xaver Kaufmann vom 28.04.2011
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Die Kritik kirchlicher Strukturen aus dem Inneren der römisch-katholischen Kirche ist ein schwieriges Unterfangen. Die Kirche versteht sich als Heilige Ordnung, und sie hat bisher kaum Denkfiguren entwickelt, um die historischen Umstände ihrer Existenz hierzu in Bezug zu setzen. Sie versteht überdies die Heilige Ordnung als Hierarchie, an deren Spitze der Papst als Stellvertreter Christi steht. Ihm gegenüber sind in erster Linie Bischöfe und Kleriker zu unbedingtem Gehorsam verpflichtet, doch wird er auch von den Laien erwartet. Diese im Hochmittelalter in Rom entwickelte Kirchenvorstellung hat sich praktisch erst im 19. Jahrhundert durchgesetzt, nachdem der umfassende Herrschaftsanspruch der Kirche im Rahmen der einen (abendländischen!) Christenheit zerbrochen und mit der Aufklärung ein konkurrierendes, nicht mehr theozentrisches, sondern anthropozentrisches Weltbild entstanden war.

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