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Rote Karte für gelbe Schleife

Eine Mutter wirbt für Solidarität mit den deutschen Soldaten in Afghanistan. Doch ihr Mittel nutzt der Politik. Ein Zwischenruf
von Kristian Stemmler vom 28.04.2011
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Über die Gründe, warum junge Leute für die Bundeswehr in Afghanistan ihren gefährlichen Dienst tun, kann man streiten. Da gibt es jene, die ihre Abenteuerlust nach Afghanistan geführt hat, jene, die Menschen in einem anderen Land beim Aufbau der Demokratie helfen wollen – und es gibt jene, die sich aus materieller Not für den Einsatz am Hindukusch melden. »Diese Entwicklung hängt mit dem Mangel an Arbeitsplätzen im Osten zusammen«, stellt der Bundeswehrverband fest. Wer etwa in Sachsen-Anhalt keinen Job findet, gerät in Versuchung, in Afghanistan schnelles Geld zu verdienen. Deshalb sind Soldaten aus den neuen Bundesländern in Afghanistan überproportional vertreten. Viele junge Menschen, die zu den Wohlstandsverlierern gehören, halten in Afghanistan den Kopf für die verteidigungspolitische Strategie der Bundesregierung hin.

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