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Stilles Tanzen

2011 hat seinen ersten musikalischen Gross-Hype. Doch im Unterschied zu anderen Medien-Darlings steckt bei James Blake derart erschütternd viel Talent dahinter, dass man sein Debütalbum einfach feiern muss, ohne wenn und aber
von Thaddeus Herrmann vom 02.05.2011
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Er sitzt einfach nur da. Draußen tobt die Menge, bald ist er selbst dran. Noch schnell an den Nägeln gekaut und ein Schluck Bier. Einzig der Griff zu diesem Grundnahrungsmittel in der grünen Flasche erdet den Ruf des musikalischen Messias, der James Blake mit einer Handvoll Kompositionen auf mehr oder weniger unbekannten, kleinen Plattenfirmen mittlerweile vorauseilt. Noch ein Schluck, noch mal die Nägel. Später wird er den besten Dancefloor Berlins gleichzeitig verwirren und beeindrucken. Denn Blake spielt als DJ einfach nur Tracks, die ihm etwas bedeuten. Pausen, Tempo-Wechsel, Stücke ganz ohne Beats hat der 23-Jährige genauso in seiner Plattentasche wie dichte und engmaschige Dance Music. Genau die Musik, mit der er bis vor Kurzem eigentlich gar nichts anfangen konnte.

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