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Fukushima: Katastrophe und kein Ende

Japan setzt weiter auf die Kernkraft, als hätte es das Reaktorunglück nicht gegeben. Das »Atom-Dorf«, ein Kartell aus Stromkonzernen, Medien und Politik, blockiert den Wandel. Derweil leiden die Menschen in der Region Fukushima
von Markus Dobstadt vom 28.02.2014
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Die »Hortensienrevolution« ist noch nicht beendet. Den Begriff erfand die japanische Anti-Atombewegung im Sommer 2012, als große Demonstrationen mit weit über 100 000 Teilnehmern den Ausstieg aus der Atomenergie in Japan forderten. Solche Proteste hatte es seit den 1960er-Jahren nicht mehr gegeben. Aber die Demonstrationen waren nicht der einzige Ausdruck der Bürgerwut. Die Bewegung »Sayonara genpatsu« (»Tschüss Atomkraft«) sammelte rund 7,5 Millionen Unterschriften. Zudem gibt es in Japan seither »Freitagsdemonstrationen«. Jede Woche versammeln sich Aktivisten vor der Residenz des japanischen Premierministers und protestieren. Schon seit September 2011 zelten einige dauerhaft vor dem Wirtschaftsministerium. Die Reaktorkatastrophe vom 11. März 2011 in Fukushima hat Japan verändert. Und doch hat sich die Hortensienrevolution nicht durchsetzen können. Im Gegenteil.

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