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Er liebte das abenteuerliche Leben

von Jürgen Israel vom 24.02.2017
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Biografie. Selbstbewusst und abenteuergestählt – so wird Jack London hier charakterisiert. Und so lacht er uns vom Schutzumschlag entgegen. Romantisch und hartnäckig, das sind weitere Eigenschaften, die ihm Alfred Hornung bescheinigt. Anlässlich Jack Londons hundertstem Todestag am 22. November 2016 ist diese gründliche, das schriftstellerische Werk stets einbeziehende Biografie erschienen. Auch Leser, die sich erst mit Jack London bekannt machen wollen, kommen auf ihre Kosten: Der Autor erzählt Inhalt und Aufbau vieler Erzählungen und Romane so prägnant, dass man einen guten Eindruck von ihnen bekommt. Gleichzeitig wird der biografische Hintergrund seiner spannenden Erzählungen überzeugend dargestellt – Jack London war schließlich selbst Goldsucher und Hochseesegler, Reporter und Schweinezüchter. Doch er erscheint nicht nur als Abenteurer, der seine Gesundheit missachtet, sondern ebenso als zielstrebiger Autor, der sich das Ziel steckt, täglich tausend Wörter zu schreiben – und diesen Vorsatz auch durchhält. In seinem Werk zeigt London die verheerenden Folgen des Kolonialismus für Menschen und Natur auf, zugleich glaubt er aber, die »weiße Rasse« sei den Ureinwohnern überlegen. Er liest die Schriften von Karl Marx und identifiziert sich mit den Zielen der sich allmählich formierenden Arbeiterbewegung – und verschwendet sein Geld für ein Luxusleben. Was wenig bekannt ist: London setzte sich schon für Naturschutz ein, als es diesen Begriff noch gar nicht gab.

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