Vereint für Frieden
Mehr als hundert Initiativen haben sich in Israel und Palästina dem Dialog, der Friedensarbeit und der Versöhnung verschrieben. Seit 2006 zählen auch Ex-Kämpfer beider Seiten dazu: Sie dienten als Soldaten in Israels Armee oder kämpften als Palästinenser mit Waffen gegen die israelische Besatzung. Ein palästinensischer Kämpfer, der deshalb zehn Jahre in Israel in Haft saß, und ein israelischer Ex-Soldat gründeten vor 13 Jahren die Combatants for Peace (CfP). Beide Männer waren überzeugt, dass die Gewalt nur endet, wenn die Verfeindeten zusammenarbeiten. In sieben Regionalgruppen treffen sich heute die »Streiter für den Frieden«, zudem gibt es eine Theater- und eine Frauengruppe. »Sie wächst stark«, sagt Raphael Nabholz. Der Deutsche ist das Bindeglied zwischen beiden Seiten, da er mit seinem deutschen Pass überall hin kann, in Israel und im besetzten West-Jordanland. Das können Israelis und Palästinenser nicht.
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