Kolumne von Katharina Müller-Güldemeister
Liebe kellnernde Personen!
Was die gendergerechte Sprache angeht, fühle ich mich der Kategorie »alter, weißer Mann« zugehörig. Ich hasse all die Sternchen, Schrägstriche, Unterstriche und großgeschriebenen Is mitten im Wort, weil sie die Sprache sperrig und unübersichtlich machen. Selbst einfache Sätze verwandeln sich durchs Gendern in sprachlichen Müll, etwa: Ich bin auf der Suche nach einem*r guten*r Zahnärzt*in. Abgesehen davon, dass Vorleseprogramme daraus »Ich bin auf der Suche nach einem-Stern-r guten-Stern-r Zahnärzt-Stern-in« machen, heißt die männliche Form eben nicht »Zahnärzt«.
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Katharina Müller-Güldemeister, geboren 1983, arbeitet als freie Reporterin in Leipzig. 2016 fuhr sie mit dem Fahrrad nach Teheran.
Die Kolumne schreibt sie
im Wechsel mit Anne Lemhöfer
und Fabian Vogt.
