Misstrauensvotum der Frauen
Am ersten Sonntag in der Fastenzeit haben Frauen der Reformbewegung Maria 2.0 und der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) »7 Thesen« an verschiedene Kirchentüren angeschlagen. Sie fordern darin den gleichen Zugang von Frauen und Männern zu allen Ämtern in der katholischen Kirche, die Teilung von Macht sowie eine Verwaltung des kirchlichen Vermögens nach christlichen Prinzipien. »Prunk, dubiose Finanztransaktionen und persönliche Bereicherung haben das Vertrauen in die Kirche tiefgreifend erschüttert«, heißt es in den Thesen. Zudem setzen sich die Frauen für eine transparente Aufarbeitung von Missbrauch, für eine wertschätzende Haltung gegenüber selbstbestimmter Sexualität sowie gegen einen Zwangszölibat der Priester ein. Kurz vor der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz haben die Frauen den leitenden Männern damit ihr Misstrauen ausgesprochen: »Die Kirchenleitung hat ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Sie schafft es nicht, sich im Sinne des Evangeliums für eine gerechte Welt einzusetzen.«
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