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Nakba-Ausstellung
Einseitig – na und?

Die Erinnerung an Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948 gehört auf den Kirchentag. Ein Kommentar
von Christoph Fleischmann vom 24.02.2023
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Symbol der Vertreibung: Palästinenserin mit dem Schlüssel ihres ehemaligen Hauses (Foto: PA/DPA/Ali Ali)
Symbol der Vertreibung: Palästinenserin mit dem Schlüssel ihres ehemaligen Hauses (Foto: PA/DPA/Ali Ali)

Man muss in jedem Konflikt beide Seiten hören. Eine Binsenweisheit. Aber was heißt das für Dritte, die über einen Konflikt informieren? Müssen sie immer ausgewogen berichten oder dürfen sie sich zu Anwältinnen und Anwälten einer Seite machen? Die Ausstellung »Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948« des Vereins »Flüchtlingskinder im Libanon« will die Perspektive der Palästinenser vermitteln. Deswegen wird ihr vom Evangelischen Kirchentag Einseitigkeit vorgeworfen, und sie darf dort nicht gezeigt werden (siehe S. 45). Die Begründung des Kirchentages ist die »Erfahrung«, »dass zugespitzte einseitige Darstellungen Diskussionsräume von Beginn an schließen«.

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