Nakba-Ausstellung
Einseitig – na und?
Man muss in jedem Konflikt beide Seiten hören. Eine Binsenweisheit. Aber was heißt das für Dritte, die über einen Konflikt informieren? Müssen sie immer ausgewogen berichten oder dürfen sie sich zu Anwältinnen und Anwälten einer Seite machen? Die Ausstellung »Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948« des Vereins »Flüchtlingskinder im Libanon« will die Perspektive der Palästinenser vermitteln. Deswegen wird ihr vom Evangelischen Kirchentag Einseitigkeit vorgeworfen, und sie darf dort nicht gezeigt werden (siehe S. 45). Die Begründung des Kirchentages ist die »Erfahrung«, »dass zugespitzte einseitige Darstellungen Diskussionsräume von Beginn an schließen«.
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